Nach einem Eingriff beim Arzt muss man häufig auf vielerlei Dinge verzichten. Das gilt natürlich auch für einen Besuch beim Zahnarzt und speziell nach einer Wurzelbehandlung. Allerdings sind die Sachen und Aktivitäten, auf die man verzichten soll, nicht immer jedem so glasklar. Wir bringen Licht ins Dunkle und zeigen ganz genau, was man nach einer Wurzelbehandlung machen darf und was nicht.

Was ist eine Wurzelbehandlung eigentlich?

Eine Wurzelbehandlung ist zunächst einmal eine tolle Sache, da sie oftmals die letzte Chance ist, einen Zahn noch zu retten. Notwendig ist diese meist dann, wenn sich die Zahnwurzel entzündet hat und dessen Kanäle mit Bakterien gefüllt sind. Bei dem Eingriff werden die entzündeten Bereiche nun gereinigt, befüllt und verschlossen. Nach einem kurzen Eingriff, der unter einer Betäubung stattfindet, ist die Operation bereits überstanden.

Doch ist hier auch jedem klar, dass man von so einem Eingriff immer noch etwas länger hat, was auch bei einer Wurzelbehandlung nicht anders ist. Wurzelbehandelte Zähne schmerzen bis zu 3 Tage. Sollte diese Zeit überschritten werden, ist eine Rücksprache mit dem Zahnarzt notwendig. Deutlich kürzere Beschwerden sind jedoch ebenfalls üblich.

Was darf ich essen und was trinken?

Da man vor Eingriffen meist nichts Essen und Trinken darf, ist der Hunger danach oft groß. Doch ist hier Geduld und Durchhaltevermögen gefordert, denn vom Essen sollte man so lange die Finger lassen, bis die Betäubung nachlässt. Ansonsten könnte man sich im Zahninnenraum verletzen, indem man sich beispielsweise auf die Zunge beißt.
Zudem sollte man versuchen, die Bakterienbildung möglichst gering zu halten. Drei Tage auf Milchprodukte und Mehlspeisen zu verzichten, ist angebracht. Besonders aufpassen sollte man zudem beim Essen, wenn man noch keine Krone hat. Das Aufbeißen muss hier mit Vorsicht geschehen.

Einem Glas Wasser steht aber nichts im Wege. Doch Trinken darf man hier nicht uneingeschränkt alles. Alkohol und Koffein sollte man bis zu 24 Stunden nach dem Eingriff von seinem Speiseplan streichen, da diese den Blutdruck anregen und so dafür sorgen, dass der Heilungsprozess schlechter vonstattengeht.
Auch das Rauchen ist nicht wirklich ratsam. Hier wird wiederum die Durchblutung verschlechtert, was aber genauso wenig zu einem guten Heilungsprozess beiträgt wie Alkohol und Koffein.

Und was ist mit Sport und Arbeit?

Sport und Arbeit sind dann in Ordnung, wenn man sich in der Lage sieht, Sport zu treiben oder zur Arbeit zu gehen. Anderenfalls sollte man sich so lange erholen, wie man es für notwendig erachtet.

Das ist wichtig, da körperliche Betätigungen den Blutdruck anregen. Hat man also Schmerzen, welche bei Zahnschmerzen häufig pochend sind, würden Anstrengungen die Schmerzen nur noch intensivieren.
Doch selbst wenn man sich direkt nach der Behandlung super fühlt, ist Vorsicht angebracht, wenn vor der Behandlung die Beschwerden mit starken Schmerzen und schweren Schwellung aufgetreten sind. Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Prinzipiell gilt aber, dass der behandelnde Arzt immer am besten weiß, was in der jeweiligen Situation angebracht ist. Jeder Patient und jede Behandlung sind besonders. In der Regel wird der Arzt die Nachwirkungen der Wurzelbehandlung genau kommunizieren und bei Fragen ist es wichtig, dass man diese auch stellt. Der Gesundheit zuliebe.