Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nahe liegt? Auf Superfoods trifft dieser Satz in jedem Fall zu. Seit Längerem sind die vitamin- und nährstoffreichen Pflanzen und Lebensmittel ein Ernährungstrend. Im Gespräch sind dabei vor allem Quinoa, Chia oder die Açaibeere. Die Exoten aus Südamerika haben jedoch nicht nur lange Transportwege hinter sich, sondern büßen dabei auch an Frische ein. Gesünder und nachhaltiger sind Superfoods aus Deutschland.

Was fällt unter heimische Superfoods?

Der Begriff Superfood begegnet einem häufig in der Werbung. Er bezeichnet Lebensmittel, die in hohem Maße und in konzentrierter Form wertvolle Inhaltsstoffe besitzen. Wer Wert auf gesunde Ernährung legt, greift da gerne, denn Züchtungen, Chemierückstände und lange Lagerung führen dazu, dass unsere Nahrung immer weniger Nährstoffe enthält. Jedes Land hat daher sein eigenes “Superfood” – Lebensmittel mit langer Tradition und konzentriertem Vitamin- und Mineraliengehalt. Hierzu hatte auch Dextro Energy erst kürzlich einen guten Ratgeberbeitrag veröffentlicht. In Deutschland fallen unter dem Aspekt viele Obst- und Gemüsesorten unter den Begriff. Heimische Superfoods sind beispielsweise:

  • Heidelbeeren
  • Himbeeren
  • Schwarze Johannisbeeren
  • Äpfel
  • Walnüsse
  • Leinsamen
  • Hirse und Hafer
  • Brokkoli
  • Grünkohl
  • Rote Bete

Welche Vorteile für die Gesundheit haben heimische Superfoods?

Heimisches Superfood stammt häufig aus der Region. Lange Transportwege und der damit einhergehende Nährstoffverlust fallen somit weg. Auch können Verbraucher sicher sein, mit den Lebensmitteln aus deutschen Landen auf Nahrung zu setzen, die bestimmte gesetzliche Vorgaben erfüllen muss. Anders als in Ländern wie beispielsweise Südamerika, wo die Superfood-Exoten Quinoa, Açai- und Gojibeere wachsen. Heimisches Superfood ist häufig unverpackt zu haben und schont somit die Umwelt. Hier die Vorteile einiger regionaler Superfoods im Vergleich zu ihren exotischen Vorbildern im Überblick:

  • Heidelbeeren statt Açaibeere: Letztere aus Brasilien stammende Beere gilt wegen ihres hohen Anthocyangehalts von 385 mg als Superfood. Das kann die Heidelbeere mit bis zu 515 mg pro 100 g sogar überbieten.
  • Leinsamen statt Chiasamen: Leinsamen verfügen über mehr Proteine und Omega-3-Fettsäuren als ihre südamerikanische Alternative.
  • Kürbiskerne statt Spirulina: 100 g Kürbiskerne decken 80 % des täglichen Eisenbedarfs. Damit können sie mit der Spirulina-Alge aus tropischen Gewässern locker mithalten.
  • Hirse statt Quinoa: Genau wie ihr glutenfreies Pendant aus den Anden ist auch die Hirse weizenfrei und punktet mit ihrem hohen Eiweißgehalt.
  • Lupinensamen statt Sojabohne: Produkte aus Lupinensamen wie Joghurt oder Tofu werden hierzulange immer beliebter. Kein Wunder, ist das heimische Produkt mit 40 % Proteingehalt doch mindestens genauso nährstoffreich wie die oft aus Südamerika importierten Sojabohnen.

Wo können heimische Superfoods gefunden werden?

Heimische Superfoods begegnen uns täglich im Supermarkt. Wer dabei saisonal kauft und im Winter beispielsweise Grünkohl, im Frühjahr Spargel auf den Tisch bringt, profitiert nicht nur von der Frische der Lebensmittel, sondern tut auch der Umwelt und regionalen Erzeugern etwas Gutes. Gerade im Sommer und Herbst gedeihen in Deutschland jede Menge Obst und Gemüse mit geballter Nährstoffpower. Wöchentliche Märkte lohnen sich ebenfalls, um sich mit Superfoods aus der Region einzudecken. Oft stammen diese vom Biobauern und sind garantiert ohne Zusätze. Wer noch einen Schritt weiter geht, baut die Nährstoffwunder einfach gleich selbst im eigenen Garten oder auf dem Balkon an. Spinat, Löwenzahn, Salat und vieles mehr sind leicht zu züchten und brauchen kaum Pflege.