Viele Zahnzusatzversicherungen haben eine Wartezeit. Das bedeutet, dass Versicherte einige Monate warten müssen, bis sie die gewählten Leistungen erhalten. Während dieses Zeitraums kommt die Versicherung nicht für Zahnersatz oder eine Zahnbehandlung auf. Nur wenige Versicherer bieten Verträge ohne Wartezeit. Dafür ziehen sie höhere Beiträge ein. Ausgenommen davon sind Behandlungen, die der Versicherungsnehmer schon vor Vertragsabschluss anfragte oder begann.

Warum gibt es die Wartezeit bei einer Zahnzusatzversicherung?

Vor dem Abschluss des Versicherungsvertrages kalkulieren die Versicherer anhand der Gesundheitsprüfung die Risiken. Sie nutzen die Angaben des Interessenten, um die potenziellen Kosten mit den Beitragszahlungen ins Verhältnis zu setzen. Bräuchten Nutzer direkt nach dem Abschluss des Vertrages eine kostenintensive Zahn-OP, müssten sie Sofort-Leistungen übernehmen. Für die Kalkulation ergibt sich eine geänderte Ausgangslage. Die Versicherung leistet demnach sofort, obwohl der Versicherte noch keine Beiträge gezahlt hat. Die Wartezeit schützt das Versicherungsunternehmen vor unkalkulierbaren Ausgaben.

Wie lange dauert die Wartezeit?

In den meisten Fällen vereinbaren die Versicherer eine Wartezeit von drei bis acht Monaten. Zum Teil erfolgt eine Differenzierung nach den Leistungen. Zum Beispiel bezahlt die Zahnzusatzversicherung ab dem vierten Monat eine günstigere professionelle Zahnreinigung. Für Zahnersatz kommt sie frühestens im neunten Monat auf.

Einige Versicherer bestimmen in den Verträgen Grenzen für die Kostenübernahme von Zahnersatz oder Füllungen. Im ersten Beitragsjahr sind diese geringer als in den Folgejahren. Die Versicherung deckelt die Summenbegrenzung jährlich durch einen bestimmten Betrag. Bei einer hohen Begrenzung zahlen Versicherungsnehmer mehr an monatlichen Mitgliedsbeiträgen. Von der Regelung ausgenommen sind bereits vorab empfohlene oder begonnene Behandlungen.

Tipp: Um die Auswahl an Tarifen und Versicherungen zu erhöhen, reichen Nutzer ein Attest ihres Zahnarztes über gesunde Zähne ein. Im Bestfall verzichtet der gewünschte Anbieter auf die Wartezeit.

Was ist eine Unfallklausel?

Die Klausel greift, wenn Nutzer durch einen Unfall das Gebiss beschädigen oder Zähne verlieren. Dann muss der Versicherer trotz Wartezeit die Kosten für die Behandlung tragen. Die Übernahme ist unabhängig von den jährlich festgelegten Höchstsätzen.

Welche Bedingungen gibt es für die Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit?

Sofern es sich nicht um anberaumte oder laufende Zahnbehandlungen handelt, übernehmen die Versicherer die Kosten ohne Wartezeit.

Um sich vor enormen Ausgaben zu schützen, legen sie höhere Jahreshöchstsätze fest. Sie stocken in den ersten Vertragsjahren den Festzuschuss der gesetzlichen Kassen um fixe Beträge auf. Zusätzlich gibt es eine Beschränkung der Kostenhöhe. Den Rest bezahlt der Versicherungsnehmer aus eigener Tasche. Es erfolgt eine Staffelung der Jahreshöchstsätze in den ersten vier bis fünf Jahren. Danach gilt der Versicherungsschutz laut Tarif.

Welche Gesundheitsfragen gibt es beim Versicherungsantrag?

Um eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen, beantworten Interessenten verschiedene Gesundheitsfragen. Dazu erkundigt sich das Unternehmen nach der Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch.

Versicherer fragen, ob:

  • der Arzt Zahnarztbehandlungen empfiehlt,
  • Interessenten bereits Behandlungen begonnen haben,
  • es derzeit Beschwerden gibt,
  • Zähne fehlen oder
  • potenzielle Versicherungsnehmer Zahnersatz aufweisen.

Wichtig ist, dass die Angaben mit der Patientenakte des Zahnarztes übereinstimmen. Waren diese falsch, kann es passieren, dass Versicherungen die Kostenübernahme für Zahnbehandlungen verwehren. Ist das Gebiss stark geschädigt, fallen höhere Beiträge an. Bei einem zu großen Risiko lehnen die Versicherungen im Zweifelsfall den Antrag ab.

Wie findet man eine gute Zahnzusatzversicherung?

Um die richtige Versicherung zu finden, ist es wichtig, dass das Angebot auf die individuellen Anforderungen und Bedürfnisse zugeschnitten ist. Onlinevergleichsrechner bieten gute Anhaltspunkte für die erwartbaren Kosten in unterschiedlichen Tarifen. Hilfreich ist ein Gespräch mit einem Experten von CLARK. Das Unternehmen bietet einen innovativen Versicherungsmanager, mit dem Anwender Versicherungsprodukte digital verwalten. Zusätzlich erhalten Nutzer bei Bedarf Beratung von Experten zu allen Tarifen. Die Mitarbeiter geben Hilfestellung bei der Auswahl des geeignetsten Angebotes, das zu der bisherigen Abdeckung und den individuellen Lebensumständen passt. Auf Wunsch erfolgt der Antrag auf Versicherung im Anschluss digital.

Fazit: Versicherung ohne Wartezeit mit Attest

Die Wartezeit ist dazu da, die Versicherungen vor großen Risiken abzusichern. Sie liegt bei drei bis acht Monaten. Zunächst übernehmen die Versicherer nur eine kleine Summe. Wurde die Behandlung bereits empfohlen oder angefangen, greift die Kostenübernahme nicht. Ein Attest über gesunde Zähne kann eine Wartezeit vermeiden. Um den richtigen Tarif zu wählen, bieten Experten von CLARK Hilfestellung.