Um auf die Schmerzen näher einzugehen, ist es hilfreich zu wissen, was genau bei einer Eileiterschwangerschaft vor sich geht.

Eine Schwangerschaft beginnt damit, dass sich in einem normalen Zyklus eine Eizelle auf den Weg vom Eierstock über den Eileiter in die Gebärmutter macht. Wird sie auf diesem Weg von einem Spermium befruchtet, beginnt die Zellteilung und die Schwangerschaft. Normalerweise wandert die befruchtete Eizelle (Zygote) nun in die Gebärmutter und wird sich dann in der Gebärmutterschleimhaut einnisten und wachsen. Ist aus irgendeinem Grund der Durchgang nicht möglich, kann es passieren, dass die Zygote im Eileiter verbleibt und dort versucht, einen Einnistungsplatz zu finden. Viele diese Versuche scheitern bereits im Vorfeld und es kommt zu einem natürlichen Abort, der etwas verzögert eine menstruationsähnliche Blutung auslöst, meist noch bevor die Frau bemerkt hat, schwanger zu sein.

Gelingt hingegen das Einnisten in den Eileiter, spricht man von einer richtigen Eileiterschwangerschaft. Der Eileiter ist nicht dafür geschaffen, den Belastungen stand zu halten. Wächst die Zygote nun im Eileiter, bringt das den Eileiter irgendwann zum Platzen. Manche Eileiterschwangerschaften werden noch davor diagnostiziert, andere erst danach, dann, wenn die Frau bereits unter starken Schmerzen im Unterleib leidet.

Die Bauchschmerzen sind eines der Hauptanzeichen für das Vorliegen einer Eileiterschwangerschaft. Darum ist es sehr wichtig, schnell Gewissheit über eine eventuelle Schwangerschaft zu haben (einen positiven Test) und dann das Auftreten von Bauchschmerzen genau zu beobachten. Bei geringsten Verdachtsmomenten ist stets die ärztliche Absprache zu empfehlen. Heutige Ultraschallmethoden und das Messen des HCG-Wertes können eine Eileiterschwangerschaft rasch anzeigen. Je früher, desto besser, da das medikamentöse Beenden einer solchen Eileiterschwangerschaft komplikationsloser sein kann, als der operative Eingriff, wenn der Eileiter bereits geplatzt ist. Die Blutungen im Bauchraum können sehr hohe Risiken für die Mutter bedeuten und auch lebensgefährlich sein, wenn sie zu lange unentdeckt bleiben. Eine Ruptur (Platzen des Eileiters) kommt in der Regel zwischen der 5. und 8. Schwangerschaftswoche vor. Diese verursacht sehr starke Schmerzen im Unterleib.