Jeden Tag ereignen sich in Deutschland unzählige Fahrradunfälle, von denen sowohl Erwachsene als auch Kinder betroffen sind. Die meisten Unfälle gehen glimpflich aus. Wie schwer die Verletzungen jedoch sind, hängt vor allem von der eigenen Ausrüstung ab. So ist der Fahrradhelm unabdingbar. Bei Kindern sollte zudem auf Knie- und Ellenbogenschützer Wert gelegt werden.

Auf den richtigen Schutz kommt es an

Um schwere Verletzungen, zum Beispiel am Kopf oder den Schultern zu vermeiden, ist die richtige Ausrüstung das A und O. Wichtiges Sicherheitsmerkmal ist beim Fahrradfahren vor allem der Helm. Er sollte grundsätzlich auch bei kurzen Fahrten immer aufgesetzt werden. Der Fahrradhelm wird in verschiedenen Größen und Ausstattungsmerkmalen angeboten.

Bei Fahrten im Gelände kann beispielsweise ein BMX Helm genutzt werden. Der BMX Helm bietet noch einmal einen intensiveren Schutz als der normale Fahrradhelm. Er kann zum Performen von verschiedenen Stunts und Tricks verwendet werden und sitzt ausgesprochen sicher. Gerade auf Anlagen, auf denen mit BMX Rädern diverse Tricks ausprobiert und einstudiert werden können, ist der Helm in der Regel Pflicht. Ein BMX Helm muss prinzipiell sehr fest auf dem Kopf sitzen. Ist er zu locker, bietet er nicht den gewünschten Schutz. Die meisten BMX Helme sind trotz ihrer aufwendigen Ausstattung relativ leicht. Der Helm für einen Erwachsenen sollte wenigstens 420 Gramm schwer sein.

Verbreitung von Fahrradunfällen

Allein 2016 haben sich auf Bundesebene rund 126.000 Unfälle mit Kraft- und Fahrrädern ereignet. Rund 80.000 Radfahrer waren der Studie zufolge in die Unfälle verwickelt. Sie sind bei Stürzen, aber auch bei Zusammenstößen den entstehenden Kräften schutzlos ausgeliefert, weshalb schwere Unfälle auch keine Seltenheit sind. Bei den meisten Stürzen verletzen sich Radfahrer die Gliedmaßen. Gerade im Arm- und Schulterbereich treten immer wieder unangenehme Verletzungsbilder auf, weil Radfahrer beispielsweise versuchen, die Stürze mit den Armen abzufangen.

Wenn bei Fahrradunfällen mehrere Verletzungen auftreten, ist immer von einem sogenannten Polytrauma die Rede. Meistens kommt es bei Fahrradunfällen zu sogenannten Bagatellverletzungen. Die meistens kleinen Verletzungen zeigen sich in Form von Verstauchungen, Prellungen und diversen Weichteilverletzungen. Auch Distorsionen können ebenso wie Schürfwunden bei Fahrradunfällen entstehen. Bagatellverletzungen verheilen relativ schnell. Die Behandlung durch einen Arzt ist hier in der Regel nicht erforderlich.

Schürfwunden unbedingt reinigen

Auch wenn Schürfwunden schnell verheilen, sollten sie nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Sie brauchen ebenso wie andere Verletzungen eine gewisse Pflege, um beispielsweise eine Entzündung zu vermeiden. Deswegen sollten Schürfwunden immer gründlich gereinigt und auch desinfiziert werden. Dadurch wird eine rasche Wundheilung unterstützt. Sind die Schürfwunden größer, kann es auch stärker bluten. In diesem Fall gilt es die Blutung zu stoppen. Das gelingt am besten mit einem Verband. Bei kleineren Wunden reicht mit Sicherheit auch ein Pflaster aus.

Bei Verstauchungen bilden sich rasch Blutergüsse, die eine Folge der Überstreckung oder Überbeugung der Gelenkkapseln sind. Der Bluterguss geht nicht nur mit unangenehmen Schmerzen einher. Die Gelenke sind auch in ihrer Beweglichkeit  eingeschränkt. In diesem Fall hilft Ruhe für das Gelenk aus. Weiterhin sollte es gekühlt werden. Durch Eis kann die Schwellung gemindert werden und die Blutung wird weniger. Die verstauchten Gelenke erhalten am besten einen leichten Druckverband und können im Anschluss hochgelagert werden. Durch das Hochlegen der Beine kann die Gelenkflüssigkeit besser abtransportiert werden.