Einen beträchtlichen Anteil unseres gesamten Lebens verbringen wir mit Schlafen. Genauer betrachtet macht das Schlafen sogar fast ein Drittel unseres Lebens aus. Wie wichtig gesunder Schlaf ist, merken viele Menschen oft erst, wenn sie von quälenden Schlafstörungen betroffen sind und hinterher müde und nur vermindert leistungsfähig ist. Wenn man jedoch von einem gesunden Schlaf spricht, sollte dieser 5 Merkmale aufweisen, die einen solchen auszeichnen:

  • Während des Schlafens finden wenige bis gar keine Körperbewegungen bzw. Verlagerungen statt
  • Die Einschlafzeit hält sich mit plus/minus 15 Minuten in Grenzen und bringt keine großen Schwierigkeiten mit sich
  • Ausreichend Tiefschlafphasen sowie auch sogenannte REM bzw. Traumphasen zeichnen einen optimalen Schlaf aus
  • Sie schlafen regelmäßig durch, wachen nicht zu früh oder zwischendurch auf und verfügen dadurch über eine gute Schlafeffizienz
  • Sie verfügen über einen rhythmischen Ablauf der unterschiedlichen Schlafphasen

Wenn man also von einem gesunden Schlaf spricht, kommt es hauptsächlich nicht auf die Quantität, also auf die Schlafdauer an, sondern vor allem auf die Qualität. Und so kann ein kurzer Mittagsschlaf, aus welchem man erfrischt und fit aufwacht durchaus mehr Sinn machen als eine schlaflose Nacht, in der man sich von einem Bettrand zum anderen dreht. Das Schlafbedürfnis der Menschen variiert und ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Während der eine mit nur 5 bis 6 Stunden Schlaf mühelos das Auslangen findet, so benötigt ein anderer mindestens 8 Stunden Schlaf, um morgens erholt aus dem Bett zu hüpfen. Ein weiterer Vergleich zeigt sich bei Neugeborenen und älteren Menschen. Während nämlich Neugeborene noch sehr wenige Wachphasen haben, benötigen ältere Menschen weniger Schlaf. Dies ist allerdings auf die Schlafgewohnheiten zurückzuführen, denn viele ältere Menschen bestehen auf ein tägliches Mittagsschläfchen, wodurch sich die Schlafphase des Nächtens natürlich ebenfalls verkürzt.

Schlafstörungen ade

Sehr viele Menschen leiden unter nervigen Schlafstörungen, welche, wenn Sie von langer Dauer sind, auch die Gesundheit beträchtlich beeinflussen können, denn immerhin dient die Schlafphase für den Körper auch als Regenerationsphase, in der gewisse Dinge und Funktionen im Körper runderneuert und saniert werden. Folgende Tipps verhelfen Ihnen zu einem gesunden Schlaf (sofern diese nicht gesundheitsbedingt vorherrschen)

  • Schenken Sie Ihren Schlafstörungen wenig Aufmerksamkeit und setzen Sie sich selbst nicht unter Druck, dass Sie gut und gesund schlafen müssen
  • Gestalten Sie Ihre Abende harmonisch, vermeiden Sie Streit und Stress vor dem zu Bett gehen; Trinken Sie dazu beispielsweise ein gutes Glas Rotwein, eine wohltuende Tasse Kräutertee und hören Sie stimmungsvolle Musik; Vermeiden Sie vor allem Lärm;
  • Achten Sie auf die Einrichtung in Ihrem Schlafzimmer: vermeiden Sie Störquellen wie TV-Geräte, Computer oder ähnliches. Sorgen sie für ein gutes Bett mit hochwertigen Matratzen und Lattenrosten;
  • Rauchen Sie in Ihrem Schlafzimmer nicht und vermeiden Sie auch sonstige mögliche Schadstoffe, die Ihnen den Schlaf rauben könnten.
  • Pflanzen gehören nicht ins Schlafzimmer: denn diese verströmen bei Dunkelheit ungesundes Kohlendioxid und stellen die Sauerstoffproduktion ein.
  • Sorgen Sie in Ihrem Schlafzimmer für eine angenehme Raumtemperatur, ideal sind hier 18°C. Wenn das Schlafzimmer zu warm ist, sorgt auch dies häufig für einen unruhigen Schlaf.
  • Sorgen Sie für Entspannung – das ist die wichtigste Grundlage für einen gesunden Schlaf – und denken Sie positiv! Pessimisten kämpfen häufiger mit Schlafproblemen als Optimisten.
  • Sorgen Sie auch für eine hochwertige Bettwäsche, die weder einen Hitzestau verursacht und Sie auch nicht erfrieren lässt. Bettwäsche fängt bereits beim geeigneten Laken an und hört beim bunten Überzieher auf. Flanellbettwäschen im Sommer sind genauso ungeeignet wie Satinbettwäschen im Winter. Lüften Sie Ihre Bettwäsche auch regelmäßig durch – das verleiht ihr eine natürliche Frische, von der Sie nachts wieder profitieren können.

Für zusätzliche Entspannung können Sie auch mit Yoga oder Autogenem Training sorgen bevor Sie zu Bett gehen. Schaffen Sie sich in Ihrem Schlafzimmer einen Wohlfühlraum, in welchen Sie auch tagsüber jederzeit hineingehen würden um auszuspannen. Und halten Sie das Schlafzimmer generell von negativen Einflüssen fern!