Die Angst vor dem Zahnarzt ist so alt wie dieser medizinische Beruf selbst. Schon seit der Kindheit bringt man den Besuch bei einem Zahnarzt mit höllischen Schmerzen beim Bohren, zahlreichen Fremdkörpern im Mund, lauten Bohrgeräuschen und einer geschwollenen Backe in Verbindung. Während sich Kinder heute nach einem Zahnarztbesuch häufig als Belohnung ein Stofftier aussuchen dürfen, fürchtet sich so mancher Erwachsene vor dem Zahnarztbesuch wie ein Kind. Die Folge ist nicht selten das Vermeiden solcher Arztbesuche. Klar ist: Fast niemand geht gern zum Zahnarzt. Doch es gibt Patienten, die an einer regelrechten Zahnarztphobie leiden! Bei Befolgung ein paar wichtiger Tipps kann ein Zahnarztbesuch aber etwas ganz Angenehmes sein – natürlich vor allem dann, wenn es sich um eine prophylaktische Untersuchung handelt.

Die Zahnarztangst macht alles nur noch schlimmer

Ängste sind eigentlich dazu da, um uns vor allerlei Übel zu schützen. Hat man jedoch bereits Zahnbeschwerden und geht dennoch nicht zum Zahnarzt, macht die Angst alles nur noch schlimmer, sodass die Zahnarztangst irgendwann völlig berechtigt ist: Bei Besuch des Zahnarztes schlägt dieser umfangreiche Maßnahmen vor wie etwa die Behandlung von 5 Zähnen an fünf aufeinander folgenden Terminen. Und wer möchte schon mehrere Tage im Monat mit einer geschwollenen Wange durch die Gegend laufen? Auch wenn Sie beruflich viel sprechen müssen, kann Ihre Zahnarztangst zum ernsthaften Problem werden: Da früher oder später aufgrund der mangelnden Vorsorgeuntersuchungen Zahnbehandlungen im großen Stil vorgenommen werden müssen, fallen Sie irgendwann beruflich gleich in mehreren Wochen hintereinander mindestens einen Tag aus.

Vorbeugen ist besser als heilen

In der Zahnmedizin gilt das Prinzip der Zahnerhaltung. Doch auch der Patient sollte an der Erhaltung der eigenen Zähne interessiert sein und seinen Beitrag dafür leisten. Dazu gehört nicht nur das regelmäßige Wahrnehmen von Vorsorgeuntersuchungen bei dem Zahnarzt der Wahl. Hier können kleinere Löcher in den Zähnen oder andere Schädigungen gefunden und noch ohne großen Aufwand behandelt werden. Wie schon erläutert – durch das Ausfallenlassen dieser Vorsorgeuntersuchungen spart man sich nicht etwa Zeit, sondern wird früher oder später sehr viel Zeit beim Zahnarzt verbringen.

Doch auch weitere Aspekte wie Ernährung und Zahnpflege spielen bei dem Beitrag zur Zahnerhaltung, den jeder Mensch selbst leisten kann, eine sehr große Rolle. Im Nachfolgenden wollen wir Ihnen einige praktische Tipps hierzu geben.

Zuckerfreie Ernährung – stellen Sie sich auf eine zahnfreundliche Ernährung um!

Karies ist ein häufiger Grund, warum wir zum Zahnarzt müssen. Damit die Löcher in den Zähnen gar nicht erst entstehen, ist es wichtig, Zucker soweit es geht zu meiden. Vielen Menschen gelingt es sogar, ihn komplett aus ihrer Nahrung zu streichen. Dann wird Kuchen mit kalorienfreiem Low-Carb-Zucker gebacken, und auch die Süßigkeiten für zwischendurch enthalten einen zahnfreundlichen Zuckeraustauschstoff. Auch der morgendliche Kaffee kann auf diese Weise gesüßt werden. Sie werden sehen: Zum Zahnarzt müssen Sie bei weitem nicht mehr so häufig gehen wie noch in den vergangenen Jahren. Bei Getränken sollte man selbstverständlich ebenfalls auf die Zero-Variante ausweichen. Dann bekommt man nicht nur Lob vom Zahnarzt, sondern hat auch eine bessere Figur! Allerdings sei vor dem übermäßigen Konsum von Cola-Getränken und Limonaden gewarnt, da dieser den Zahnschmelz angreift und die Zähne deshalb schmerzempfindlicher macht.

Die optimale Zahnpflege – ein bisschen Aufwand ist erforderlich

Auch wer sich die Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste putzt und deshalb im Prinzip weniger falsch machen kann als bei Benutzung einer gängigen Handzahnbürste, muss einige wichtige Tipps befolgen:

1. Die Bürstenköpfe müssen regelmäßig ausgewechselt werden! Bei einer neuen Bürste, die man auf die elektrische Zahnbürste setzt, hat man nicht nur das Gefühl, dass die Zähne sauberer werden: Sie werden zudem poliert, da ein neuer Bürstenkopf eine andere Härte aufweist als einer, der wochenlang benutzt wurde. Auch aus hygienischen Gründen ist ein regelmäßiges Auswechseln der Bürstenköpfe Pflicht!

2. Einmal täglich putzen reicht nicht! Die meisten von uns schaffen es aus beruflichen Gründen nicht, sich die Zähne dreimal täglich zu putzen, wie es von vielen Zahnärzten empfohlen wird. Aber zwei sehr gründliche Zahnreinigungen am Tag sollten auf jeden Fall drin sein. Wichtig ist auch, dass man nach dem abendlichen Zähneputzen auch wirklich nichts mehr isst. Damit ist auch gemeint, dass kein Bonbon mehr gelutscht wird, zumindest keines mit Zucker oder Stärke. Denn gerade in der Nacht, wenn Sie etwa kein zuckerfreies Kaugummi kauen, haben die Bakterien Zeit, sehr viel Unheil an Ihren Zähnen anzurichten.

3. Zusätzlich Zahnseide verwenden: Auch die elektrische Zahnbürste kommt nicht in die Zahnzwischenräume. Und an diesen Stellen kann sich dann sehr leicht Karies bilden. Auch der besseren Hygiene wegen ist die regelmäßige Reinigung für alle, die vom Zahnarzt gelobt werden möchten, Pflicht. Wer keine Zahnseide mag, kann auch Interdentalbürstchen verwenden.

Die richtige Zahnpflege kann auch Spaß machen, wenn man die Resultate betrachtet: Man muss nicht nur seltener Zahnbehandlungen über sich ergehen lassen, sondern kann sich außerdem über weißere Zähne freuen.

Was man beim Zahnarztbesuch selbst beachten kann

Ob ein Zahnarzt in Hamburg City oder in einem kleinen bayerischen Dorf – überall gibt es Zahnärzte, die sich auf Angstpatienten spezialisiert haben. Doch auch die meisten anderen Zahnärzte wissen, wie man Patienten beruhigt und Schmerzen soweit es geht vermeiden kann.

Was Ihnen die Angst nehmen kann: Lassen Sie sich alle Behandlungsschritte erklären. Das macht den Arzttermin vorhersehbar, und Sie haben nicht etwa mit bösen Überraschungen zu rechnen.

Wenn Sie ein schmerzempfindlicher Mensch sind, können Sie den Zahnarzt gleich vor Beginn der Untersuchung darauf hinweisen. Denn bei schmerzempfindlichen Zähnen ist sogar die Kontrolluntersuchung mit physischen Empfindungen verbunden, die mehr als unangenehm sind. So können die Zahnarzthelferin und ihr Chef in Ihrem Fall besondere Vorsicht walten lassen.

Lassen Sie sich eine Spritze geben, wenn ein Zahn aufgebohrt werden muss!

Fazit: Ein Zahnarztbesuch muss nichts Schlimmes sein

Jeder Zehnte in Deutschland leidet an einer Zahnarztphobie. Wenn auch Sie dazugehören: Bei Befolgung der oben genannten Ratschläge werden Sie sehen, dass die Zahnarztbesuche in der Zukunft wesentlich angenehmer ablaufen: Der Zahnarzt führt die Kontrolluntersuchung durch und lobt Sie erst einmal für Ihre gute Zahnpflege. Gibt es doch einmal etwas zu bohren, spüren Sie nur kurz den Piekser der Betäubungsspritze. Dann heißt es ein paar Minuten durchhalten, und schon haben Sie es wieder für eine Weile hinter sich!

In den meisten Zahnarztpraxen läuft alles sehr vorbildlich ab, doch auch unter den Zahnärzten gibt es schwarze Schafe. Sie hören etwa, wie ein Zahnarzt ein kleines Kind recht unfreundlich schimpft? Falls Sie sich die Frage stellen, ob bei Ihrem Zahnarzt alles mit rechten Dingen zugeht, dann finden Sie als Hamburger Patient bei der Kassenärztlichen Vereinigung umfassende Informationen zu einzelnen Heilberufen, auch zum Zahnarzt und den rechtlichen Bedingungen seiner Berufsausübung.